Leitzinsentwicklung

Die Leitzinsen der Europäischen Zentralbank sind in den letzten Monaten immer weiter gefallen. Erst im Mai 2009 wurde der wichtige Leitzins auf das historische Tief von nur noch einem Prozentpunkt gesenkt. Diese Entwicklung macht auch vor den so beliebten Tagesgeldkonten nicht Halt.

Die Zinsentwicklung beim Tagesgeld

Inhaber von Tagesgeldkonten hatten in der Vergangenheit immer Grund zur Freude, lag ihr Zins doch in der Regel weit über den gängigen Marktzinsen. Noch im Herbst 2008 konnten Inhaber von Tagesgeldkonten noch zwischen 3,5-5,0% Zinsen pro Jahr erzielen.
Dies änderte sich mit der Senkung der Leitzinsen jedoch drastisch. Da die Zinssätze von Tagesgeldkonten in der Regel variabel vereinbart sind, können die Banken Zinsanpassungen zu jeder Zeit vornehmen. Zwar haben die Institute lange gezögert, doch seit März 2009 fallen die Tagesgeldzinsen. Jetzt sind im Durchschnitt lediglich noch zwischen 1,5-3,0% p.a. zu erzielen, lediglich einige ausländische Banken machen den deutschen Instituten mit Zinssätzen von 4% p.a. und mehr Konkurrenz.

Wer welche Zinssätze bietet, kann ein Tagesgeldvergleich kurzfristig aufzeigen. Trotz dieser Zinsentwicklung liegen ie Tagesgeldkonditionen damit noch immer über den vergleichbaren Konditionen für Festgelder oder Bundeswertpapiere. Wer sein Geld also risikolos, kurzfristig und ohne die Befürchtung von Kursschwankungen anlegen möchte, kommt an Tagesgeld nicht vorbei.

Die Sicherheit bei Tagesgeldkonten

Viele Anleger, die noch vor Monaten ausschließlich Konten mit hoher Verzinsung abgeschlossen haben, nutzen jetzt dennoch die eher niedrig verzinslichen Tagesgeldkonten, denn sie bieten eine hohe Sicherheit. Neben dem Zins, den die Bank auf das Tagesgeldkonto bezahlt, ist auch die Sicherheit der Einlagen wichtig für die Abschlussentscheidung. So sind heute die meisten Banken, die Tagesgeldkonten in Deutschland anbieten, Mitglied im Einlagensicherungsfonds deutscher Banken.

Und auch die Einlagensicherung ausländischer Institute hat sich erhöht. So wird ab dem 01. Juli 2009 die gesetzliche Sicherungsgrenze in Europa auf 50.000 Euro angehoben, die Niederlande schützen ihre Anleger sogar mit 100.000 Euro pro Person. Die eigentlichen Sicherungsgrenzen können bei den Anbietern direkt erfragt werden, auch viele Vergleichsrechner im Internet bieten hierzu Auskunft.

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