Höhere Erträge durch Zinseszins-Effekt
Die Zinsen von Festgeldkonten sind in den letzten Monaten stark gesunken. Der Grund hierfür ist natürlich die Entwicklung des Leitzinses der Europäischen Zentralbank, der sich binnen weniger Monate von 4,25 auf 1% reduziert hat. Gerade bei mehrjährigen Festgeldkonten kann es sich jedoch lohnen, die Konditionen der Institute im Hinblick auf die Zinszahlungspolitik zu prüfen, denn der Zinseszinseffekt kann die Rendite deutlich erhöhen.
Die Wirkung des Zinseszinseffektes
Anleger erhalten auf ihre Festgeldanlage einen festen Zins, der in der Regel erst am Ende der Laufzeit ausgezahlt wird. Einige Institute sind in der Vergangenheit aber dazu übergegangen, besonders bei mehrjährigen Festgeldern die Zinsen auch schon während der Laufzeit zu bezahlen.
Erfolgt die Auszahlung der Zinsen dabei auf das Festgeldkonto, stellt sich der beliebte Zinseszins-Effekt ein, denn die ausgezahlten Zinsen verzinsen sich wieder mit, der Zinsertrag steigt. Somit erhöht sich nicht nur der bei Fälligkeit vorhandenen Anlagebetrag, sondern auch die Rendite erhöht sich, je nach Laufzeit um bis zu 0,2-0,3% p.a.
Höhere Rendite auch durch gesunkene Inflation
Ebenso wie der Zinseszinseffekt beeinfluss auch die derzeit niedrige Inflation im Euroraum die Rendite positiv. So wird die Nettorendite anhand der erzielten Bruttorendite abzüglich der Inflation ermittelt. Je niedriger die Inflation ist, desto höher ist die Rendite bei gleich bleibendem Zinssatz. Zwar hat sich der Festgeldzins in den letzten Monaten stark reduziert, doch auch die Inflation hat sich seit Anfang 2008 von damals fast 2,5% auf nunmehr 1,2% reduziert.