Festgeld - Trend zu mehr Anlagekonten

Durch die Finanzkrise ist Festgeld wieder zu einem der wichtigsten Anlageprodukte avanciert. Immer mehr Anleger, die vorher in Investmentfonds oder andere Wertpapiere investiert hatten, entscheiden sich jetzt wieder für die Anlage eines Festgeldkontos. Schließlich bietet dieses Konto eine hohe Sicherheit.

Die Sicherheit der Festgeldkonten

Festgeldkonten sind Anlagekonten, die über die gesetzliche Einlagensicherung sowie die Institutshaftung bzw. den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken gesichert sind. Der Einlagensicherungsfonds ist dabei eine Einrichtung der privaten Banken, der im Fall der Insolvenz eines Instituts die Einlagen dieser Kunden zurückzahlen will.

Je nach Höhe des Instituts und Umfang der Einlagen werden Beiträge zum Fonds gezahlt, die dann für eine etwaige Entschädigungsleistung verwendet werden. Allerdings ist die Kraft des Einlagensicherungsfonds durch die Finanzkrise stark ins Wanken geraten.

Schon die Auszahlung an Anleger der deutschen Lehmann Brothers Bank nährte Zweifel an der Finanzkraft des Fonds. Die Insolvenz einer größeren Bank könnte der Fonds finanziell wohl wahrscheinlich nicht tragen, so dass Anleger nur noch auf die gesetzliche Absicherung zählen könnten. Diese gesetzliche Absicherung liegt derzeit bei 90% der angelegten Gelder, maximal werden 20.000 Euro erstattet. Erst zum 01. Juli 2009 soll diese Sicherungsgrenze erhöht werden, und zwar auf 50.000 Euro.

Viele Anleger nutzen mehrere Anlagekonten

Durch die gesetzliche Absicherung sind pro Institut somit pro Anleger 20.000 Euro abgesichert. Wer jetzt höhere Beträge anlegen will, muss im Insolvenzfall der Bank unter Umständen mit einem Verlust rechnen. Da in der derzeitigen Finanzkrise Insolvenzen von Banken nicht mehr auszuschließen sind, legen Sparer vermehrt mehrere Anlagekonten an, um ihr Risiko zu streuen. Vor allem dann, wenn das Geld bei ausländischen Instituten angelegt ist, wird diese Strategie häufiger angewandt.

In diesen Fällen werden die Anlagebeträge auf 10.000 – 20.000 Euro gesplittet, um die Anlagesumme möglichst gering zu halten. Sollte es dann zu einer möglichen Bankeninsolvenz kommen, können Anleger zumindest auf die gesetzliche Absicherung vertrauen. Da viele Festgeldkonten direkt online eröffnet werden können, ist das Splitten von Beträgen problemlos möglich, auch die Rücküberweisung im Fall von Fälligkeiten kann problemlos auf das Girokonto erfolgen.

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